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Infos zu Soldering

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  • Infos zu Soldering

    Algemeines von ifixit:

    http://ifixit.org/blog/7321/know-about-microsoldering/

    Youtube Channel:

    https://www.youtube.com/playlist?list=PL4INaL5vWobD_CltiZXr7K46oJ33KvwBt
    Gruß Alex

  • #2
    Re: Infos zu Soldering

    Sehr gut. Ein Schüler der dem Lehrer zuhört Besser kanns nicht laufen.

    Wer von euch etwas Fleißarbeit machen möchte, kann sich hier mal einlesen. Es geht mir in erster Linie um die allgemeinen Hinweise zum löten/entlöten und nicht um die Ersa-Produkte. Nicht das noch jemand auf den Gedanken kommt ich sei Ersa Verkäufer.

    http://www.ersa-shop.com/additional_files/ERSA_Loetfibel.pdf

    http://www.fed.de/downloads/Teil_1_Lten_was_ist_wichtig_wie_gehts1.pdf
    Mit freundlichen Grüßen
    REIBER PC & Smartphone Service

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    • #3
      Re: Infos zu Soldering

      Das CR-44 ist eine Lötpaste : Also kleine Lötkügelchen umgeben von Flussmittel. Das nimmt man zum einlöten der Bauteile. Nicht zum entlöten.

      Ein Beispiel dafür: https://www.youtube.com/watch?v=Mn6F3lorefA

      FL-22 ist ein Flussmittelgel : Dies wird als Hilfsmittel zum ein und entlöten genommen. Du kannst z.B. eine USB-Buchse, Konnektoren, BGAs usw. vor dem entlöten mit Flussmittel benetzen. Dann lassen sich diese um einiges leichter entlöten. Auch für das säubern von Lotresten mit der Entlötlitze nimmt man das Flussmittel.

      Datenblatt FL-22 http://www.farnell.com/datasheets/1725285.pdf

      Entlöten: Lötstelle mit Flussmittel benetzen - wenn möglich etwas bleihaltiges Lot auf die Lötstelle(n) aufbringen um eine niedrigere Schmelztemp. zu erreichen, da das bereits vorhandene Lot bleifrei ist. Jetzt mit Heißluft, dem Lötkolben oder der Lötpinzette (je nach Bauteiltyp und Größe) dieses entlöten. Danach die Lötstelle mit Hilfe der Entlötlitze und Flussmittel von Lotresten säubern.
      Wer es ganz richtig machen will - nimmt nun den Leiterkartenreiniger oder Isopropanol und entfettet die Lötstelle (Pad).

      Einlöten: Da hat man mehrere Möglichkeiten. Hier am Beispiel eines SMD Widerstands/ Kondensators

      1. Lötpad mit Flussmittel benetzen und mit dem Kolben und etwas Lötzinn das Bauteil erst auf der einen und danach auf der anderen Seite versuchen einzulöten.
      2. Lötpaste auftragen und das Bauteil auf den Pads plazieren. Ganz leicht andrücken. Anschließend mit Heißluft verlöten. Oft der bessere Weg. Erfordert aber etwas Übung beim dosieren.
      3. Bauteil mit der Heißluft und der Pinzette (nicht der Lötpinzette) einlöten: Bauteil an den gewünschten Platz schieben, festhalten und mit der Heißluft einlöten.

      Ein Beispiel hierfür: https://www.youtube.com/watch?v=wLAMWbrIVxU

      Testen wie immer auf alten Leiterkarten. Mainboards usw.

      Gruß der Lehrer
      Mit freundlichen Grüßen
      REIBER PC & Smartphone Service

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      • #4
        Re: Infos zu Soldering

        Wollte mal fragen ob ihr die chips etwas mit bleihaltigem lot verzinnt bevor ihr mit heisluft den chip verlötet
        Ich muss nämlich so ein smd mikrofon neu einlöten soll ich vorher neues zinn auftragen.
        Sind die chips ab werk verzinnt.
        Was passiert eigentlich wenn haltbarkeit von dem teuren amtech bga flussmittel überschritten ist.
        Gibt es da auch bga flussmittel was länger als ein jahr gelagert werden kann.
        Ich benutze immer als hitzeschild silikonkleber
        Danke für antwort christian

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        • #5
          Re: Infos zu Soldering

          Servus,

          ein Chip (BGA) kommt bereits mit Lötbällen. Da brauchst du nichts mehr dran zu machen außer vor dem einlöten einen Blick auf die Lötbälle zu werfen ob auch wirklich alle vorhanden sind.
          Mikrofone und andere SMD Bauteile (Widerstand, Kondesator, Diode, LED, Spule, Filter, Mikrofon) kommen ohne Lötzinn.
          Vor dem einlöten altes Lötzinn von den Pads der Platine mit Lötlitze entfernen und mit Isopropanol entfetten und Flussmittelreste entfernen.
          Dann etwas bleihaltiges Lötzinn auf die Pads des Mainboards auftragen, danach etwas Flussmittel auf die Pads und das Mikro mit Hilfe von Heißluft einlöten.

          Flussmittel: Solange es nicht auskristallisiert, kannst du es weiterverwenden.

          42
          Mit freundlichen Grüßen
          REIBER PC & Smartphone Service

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          • #6
            Re: Infos zu Soldering

            Hallo 42
            Vielen Dank für Deine Ausführungen ich habe hier so ein spezial Lötzinn was schon bei 120€ schmilzt ich verwende es immer zum auslöten.
            Allerdings hat es die unangenehme Eigenschaft, dass es kaum benetzt vermutlich wegen dem Bismut Anteil der für den geringen Schmelzpunkt sorgt
            ( Roses Metall ) die Bauteile müssen also vorher verzinnt werden. Was meint Ihr soll ich damit mal versuchen das Micro neu einzulöten?

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            • #7
              Re: Infos zu Soldering

              Ich würde nicht mit Bismut Lötzinn einlöten. Wie du richtig schreibst, ist das zum entlöten von ICs und anderen SMD Bauteilen gedacht. Aber nicht tauglich zur Herstellung sicherer, stabiler Lötverbindungen.
              Löte das Micro entweder mit Lotpaste oder vorher leicht verlöteter Pads mit bleihaltigem Lötzinn ein. So bekommst du das beste Ergebnis.

              Was ist denn bei dir an Lötequipment vorhanden? Heißluftstation, Vorheizplatte?

              42
              Mit freundlichen Grüßen
              REIBER PC & Smartphone Service

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              • #8
                Re: Infos zu Soldering

                Vielen Dank für Eure Antworten und Hilfe
                Leider ist mein Lötequipment nicht so berauschend eine Weller Lötstation mit Magnetostat uralt und habe dazu so 0,4mm spitzen.
                Dazu habe ich 5 Spitzen auch für die geringere 370 grad Temperatur
                Dann ein Billig hand heisluftgerät aus china wo gebläse und Fön Heizung in dem Handgerät verbaut ist , wollte mir aber ein sehr feines heisluftgerät von AOYUE Int868 zulegen. Wenn die Temperatur nicht genau ist, so kann ich das ja mit einem Digitalthermometer kontrollieren habe ich auch so beim Auslöten von usb buchsen gemacht ging bisher sehr gut. Microscop habe ich jetzt auch für 500€ auf eure Empfehlung von Amscope gekauft .
                Mikrofon habe ich noch nicht eingelötet, leider ist es mir beim Auslöten der danebenliegenden usb buchse kaputt gegangen. Habe da mit zu viel Flussmittel gearbeitet das ist halt an das danebenliegende Mikrofon gekommen.

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                • #9
                  Re: Infos zu Soldering

                  Ach so noch eine kurze frage soll ich das Micro vorher mit Kapton band abdecken damit die Membran von dem Mikrofon nicht so heis wird, wenn ich es einlöte ?

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                  • #10
                    Re: Infos zu Soldering

                    Der Herr Menegalli macht es hier sehr gut vor. Siehe https://www.youtube.com/watch?v=tlRlvAM1vnw

                    Abkleben kannst versuchen - wenn auf der kleinen Fläche was hingeklebt bekommst.
                    Temperatur Heißluft würde ich zwischen 260 und 280 Grad wählen, wenn es ohne Vorheizplatte gelötet wird etwas höher.

                    Lötstelle(n) anschließend nicht reinigen. Sonst läufst du Gefahr das die Membran beschädigt wird.

                    Laut Datenblatt halten die Mikrofone Temperaturen von 260 Grad aus.
                    Siehe Reflow Profil auf Seite 8 http://www.mouser.com/ds/2/218/-531228.pdf

                    42
                    Mit freundlichen Grüßen
                    REIBER PC & Smartphone Service

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                    • #11
                      Re: Infos zu Soldering

                      Vielen Dank für tolle antwort
                      Ich muss noch so einen connector für den lcd bildschirm austauschen beim Iphone 6.
                      Muss das board eigentlich immer ausgebaut werden wenn ich ohne heizplatte arbeite.
                      Wollte gleichzeitig mit kolben und heisluft von oben arbeiten.
                      Ich habe gesehen das manche so mit dünnem blechwerkzeug und heisluft arbeiten um die chips abzulöten.
                      Was haltet ihr davon.
                      Vielen Dank für Antwort Christian

                      Gesendet von meinem D5803 mit Tapatalk

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                      • #12
                        Re: Infos zu Soldering

                        Iphone 6 Connector: Video von unserem AlexS auf youtube anschauen. Da zeigt er wie es gemacht wird.

                        Logicboard im eingebauten Zustand löten: Hab ich noch nie so gemacht - somit kann ich hier keine Erfahrungen wiederspiegeln.

                        BGA ICs mit Hilfe von dünnen Blechen entlöten: Funktioniert beim WLAN IC und NAND IC sehr gut. Hier braucht es aber wieder sehr viel Fingerspitzengefühl bis man es zerstörungsfrei hinbekommt. Machbar - auf jeden Fall - Vorheizplatte empfohlen!!
                        Wie immer der Tipp: Üben an defekten Logicboards.

                        42
                        Mit freundlichen Grüßen
                        REIBER PC & Smartphone Service

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                        • #13
                          Re: Infos zu Soldering

                          Diese neuen chips haben doch alle so saubere lötzinnkugeln.
                          Diese sind wahrscheinlich bleifrei.
                          Macht es sinn diese kugeln durch bleihaltiges niedrigschmelzenderes lot zu ersetzen.
                          Und wenn ja brauch ich da so ein blech mit löchern um neue lötkugeln zu setzen.
                          Danke für eure hilfe

                          Gesendet von meinem D5803 mit Tapatalk

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                          • #14
                            Re: Infos zu Soldering

                            Ob die Bleifrei sind weis ich nicht .. lassen sich aber eigentlich immer schön einlöten.

                            Wenn du reballen willst dann brauchst du so ein Blech mit Löcher :-) Stencil oder so heist das ding glaub ich
                            Gruß Alex

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                            • #15
                              RE: Infos zu Soldering

                              Hallo Leute vielen Dank für euren guten Tipps
                              Inzwischen habe ich das hinbekommen mit dem Einlöten eines Mikrofons 
                              Habe erstmal mit Heisluft von oben das alte defekte Mikrofon runtergelötet, dabei ist mir aufgefallen, dass es nur mit Heisluft von oben praktisch unmöglich ist ein Mikrofon zerstörungsfrei einzulöten, denn durch die große Hitze wird das Mikrofon sofort zerstört, meistens löst sich der obere Deckel des Mikrofons ab. Dann habe ich erstmal die Lötstellen mit Bleihaltigen Zinn Schmelzpunkt 178 Grad und minimalem Silberanteil sauber verzinnt. Dabei saubere Lötbälle auf der Platine herstellen.


                              Das neue Mikrofon habe ich übrigens nur ganz dünn und leicht verzinnt.  Mit Hilfe eines Laborstatives habe ich die Düse von der Metcal Heisluftstion unter die Platine platziert, dann bei etwa 350 Grad  hitze von unten mit Heisluft fing das Zinn an zu schmelzen und Mikrofon wurde verlötet. Vorher habe ich getestet wie stark ich die Metcal aufdrehen musste, damit das Lötzinn schmilzt. Kurz vor dem schmelzpunkt habe ich das Mikrofon auf das noch feste Lötzinn gelegt.

                              Hat eigentlich von Euch mal einer Test gemacht, ob mit bleihaltigem Lot selber verzinnte Chips sich leichter einlöten lassen, als neu gekaufte Chips, die ja schon mit fertigen Lötkugeln versehen sind? Auf dem einen Video hat ja Alex einen Chip mit Hilfe so einer Blechschablone ( Stencil ) sauber verzinnt und dieser Chip lies sich ja sehr leicht einlöten
                              [hr]
                              Ach so hatte noch vergessen zu erwähnen, dass vor dem eigentlichen Lötvorgang bitte alles mit Kapton Tabe abgeklebt werden muss und vor allem unten ist das sehr wichtig, zusätzlich benutze ich aber auch noch Silikon um Bauteile vor der Hitze zu schützen.

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